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Anorganische Hybridsysteme als Funktionsstrukturen für die integrierte Optoelektronik
Antragsteller
Professor Dr. Wolfgang Brütting, seit 10/2007
Fachliche Zuordnung
Glas und Keramik und darauf basierende Verbundwerkstoffe
Förderung
Förderung von 2007 bis 2011
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 52568626
Das Ziel der integrierten Optik ist es, makroskopische optische Komponenten auf einem einzigen Chip zu vereinen, um daraus z.B. optische Schaltkreise aufzubauen. Ähnliches kennt man aus der Elektronik. Hier fand eine Integration von makroskopischen elektrischen Bauteilen auf einem Substrat in Form von integrierten Schaltkreisen statt. Zu integrierende optische Komponenten sind z.B. Lichtquellen, Wellenleiter, Modulatoren, Isolatoren, usw. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei die Kombination der für die unterschiedlichen Bauteile notwendigen Materialien dar. So versucht man z.B. Lichtquellen für die integrierte Optik aus Halbleiterbauteilen zu realisieren. Modulatoren oder Isolatoren können mit Hilfe von Granatmaterialien verwirklicht werden. Die Kombination einer anorganischen Leuchtdiode mit einem Granat ist dabei allerdings aufgrund der unterschiedlichen strukturellen Eigenschaften der beiden Materialien schwierig. Organische Leuchtdioden sind potentielle alternative Lichtquellen, die unempfindlich bzgl. der strukturellen Randbedingungen sind. Da sie kein epitaktisches Wachstum erfordern, erscheint eine Kombination mit Granatmaterialien unproblematisch. Das Ziel des hier vorgeschlagenen Projekts ist es, organische Leuchtdioden (OLEDs) als Lichtquelle mit einem Bismuth-Eisengranat als Wellenleiter bzw. optischen Modulator auf einem Substrat zu vereinen. Wesentlich ist hierbei auch die Funktion des Bauteils, d.h. die Einkopplung des von der OLED emittierten Lichtes in den Granat, sowie die Lichtleitung und Modulation im Granat zu untersuchen und zu verstehen.
DFG-Verfahren
Schwerpunktprogramme
Teilprojekt zu
SPP 1157:
Integrierte elektrokeramische Funktionsstrukturen
Ehemaliger Antragsteller
Professor Dr. Andreas Heinrich, bis 10/2007