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Musik als politische Kommunikation an frühneuzeitlichen Höfen: Madrid, London und Paris in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
Antragstellerin
Dr. Elisabeth Natour
Fachliche Zuordnung
Frühneuzeitliche Geschichte
Musikwissenschaften
Musikwissenschaften
Förderung
Förderung seit 2023
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 513652631
Ziel des Projekts ist es, Musik als wichtiges Mittel politischer Kommunikation in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts für die drei Monarchien Spaniens, Englands und Frankreichs sichtbar zu machen. Musik kam in der politischen Kommunikation der frühneuzeitlichen Höfe in ganz Europa eine Schlüsselrolle zu, die bislang nicht im Fokus historischer Forschung steht. Dabei verspricht die Wahrnehmung der politischen Funktionen von Musik hohen Erkenntnisgewinn, um die Legitimationszusammenhänge von Herrschaft zu verstehen. Dies trifft in besonderem Maße auf die Monarchien Spaniens, Englands und Frankreichs zu, in denen die politische Wirksamkeit von Musik in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den Zeitgenossen als außerordentlich hoch eingeschätzt wurde. Alle drei Monarchien griffen stark auf das Instrumentarium kultureller Mittel zurück, um außen- und innenpolitische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen. Doch anders als etwa die bildende Kunst oder das Theater ist Musik als politische Sprache im Rahmen von Entscheidungsprozessen noch nicht analysiert worden. Das Projekt wird das ungeheuer reiche, jedoch geschichtswissenschaftlich weitgehend unerforschte Quellenkorpus der von Herrschern und Hochadel komponierten, konsumierten oder in Auftrag gegebenen Musik im Kosmos höfischer Politikfindung verorten. Als Ergebnis entsteht eine Kommunikationsgeschichte höfischer Politik im Medium der Musik.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Großbritannien, Spanien, USA
Mitverantwortliche
Professor Dr. Klaus Pietschmann; Professor Dr. Matthias Schnettger
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner
Professor Peter Bennet; Professor Dr. Bernardo García García; Professorin Dr. Helen Watanabe-O´Kelly